, Martin Rechberger

Die Paul-Sacher-Orgel wieder erklingen lassen!

Benefizkonzert im Hans-Huber-Saal vom 20. September

Fotos: Trudi Pancera

Die kostbare Paul Sacher-Orgel, die bei der Sanierung des Stadtcasino einer moderneren, kräftigeren weichen musste wieder erklingen zu lassen, dafür hat Frau Jaqueline Albrecht vom Förderverein Orgel für Dünaburg (Lettland) viel Herzblut und Energie aufgewendet, und auch viele Freunde mobilisiert und motiviert, mit einem Benefizkonzert die dafür notwendigen finanziellen Mittel zusammenzubringen. Dass gerade unser Chor die Ehre hatte bei diesem ambitiösen Projekt mitzuwirken, kann unter dem Stichwort «Lettland» zusammengefasst werden. Die Cellistin Gunta Abele, mit Frau Albrecht befreundete Lettin an vorderster Stelle im Projekt involviert, hat zusammen mit unserer Dirigentin Maija Gschwind-Breiska in Riga die Schulbank gedrückt und spieltnun im von Maija geleiteten Orchester „Camerata Basel“. So lag es auf der Hand, dass Frau Albrecht auf der Suche nach einem Chor mit lettischem Bezug, durch ihre Freundin Gunta auf uns gestossen ist. Der Hans-Huber-Saal im Casino war von Anfang an Wunschort für diesen Anlass und so lag es nahe, dass Werke dieses berühmten Sohn Basels (Komponist und Dirigent 1852-1921) den Schwerpunkt unseres Vortrages bilden sollten.

Der Saal war gut besetzt als Frau Albrecht die Gäste begrüsste und den Anlass mit der spannenden Geschichte der Sacher-Orgel eröffnete. Passend zu Thema und Ort intonierte dann der Reveille-Chor fünf Lieder des berühmten Basler Komponisten, darunter das der Basler Liedertafel gewidmete «An die Schweiz». Dass Sänger aus dem Chor die aus heutiger Sicht zum Teil etwas «aus der Zeit gefallenen» Lieder vorab kommentierten oder rezitierten, rundete deren Vortrag bestens ab. Das Publikum bedankte sich mit grossem Applaus und in der anschliessenden Erfrischungs- und Plauderpause im wunderschönen Foyer durften die Sänger viele Komplimente für ihren lustvoll und konzentriert vorgetragenen Gesang und die Dirigentin grosses Lob für ihre Arbeit mit dem Chor entgegennehmen.

Im zweiten Konzertteil begeisterten die lettischen Solistinnen Darta Baldina (Mezzo-Sopran), Jana Ozolina (Violine) und Gunta Abele (Violoncello), begleitet vom bekannten Pianisten Reto Reichenbach, das Publikum mit ihren Vorträgen bevor das «ensemble liberté» ihre erfrischenden lettischen Volkslieder darboten. Den Abschluss des Konzertes bildete das von beiden Chören gemeinsam kraftvoll und präzise intonierte «Hallelujah» von Giacomo Meyerbeer (1791-1864). Schlusspunkt und Zugabe zugleich bildete die heimliche Nationalhymne Lettlands «Put, Vejini», bei dem auch viele Zuhörer kräftig mitsangen. Die gut gefüllten Sammelkörbchen am Ausgang waren Hinweis und verdienter Lohn für ein gelungenes Projekt im akustische einzigartigen Hans-Huber-Saal.

Videoaufnahme von «Put, Vejini»