, Walther Tabita

Hesch mer e Värsli?

Santiglaus an der Weihnachtsfeier der Basler Liedertafel 1852 am 13. Dezember 2025 im Blauen Haus.

Der säxt Dezämber isch in mim Kländer fett rot mitemeKreisli drum

Wenni würd verpasse, das wär scho no dumm.

S duet mer hüt no leid, wo gschafft wird könne’n’au Fähler passiere,

dass der Gregor wäg däm einte Mol het miesse der Kaländerreformiere.

Aber es isch halt au eifach immer e bitz e Ghurscht

Mit der Liedertafele’n’ihrer Äxtrawurscht.

 

Mi bringt das immer licht us der Routine.

Kunnt no der derzue: Wo muessi ine?

Und sölli zwüschedure hei?

Oder machi duure heieiei?

 

Das wär doch jetzt wirgligg praktisch und zum Gniesse

wenni wäg dene baar Daag nid zrugg in Schwarzwald miesstmiesse.

E Wuche Ferie in der Stadt wäre komfortabel

Gliehwyy, Puppehuusmuseum und e Röschti im Schnabel.

No hani wägere Feriehuuslösig dere Central-Gruppe ufThailand aglütte

Aber die wänn uf däm Dach nur e Wald, kei Hütte.

 

Wenigstens ihr meinets guet mit mir.

Das merkt me an däre Wiehnachtsfiir.

 

I glaub es gschehn doch no Zeiche’n’und Wunder

I dörf zweimol hinterenand an gliche’n’Ort mit mim Plunder!

Jetzt drag i also mi schwäre Sagg

Scho s zweit mol die schteilscht Schtäge in der Region zderab.

Nid d Saffre, nid s Merian, näi das wurmstichige Källerloch

Het euch überzügt. Me darf scho sage: Es het Charme, doch doch.

 

Gsunge händer zwar hüt scho im Chor,

doch e paar stoht e Solo jetzt erscht no bevor.

I hoff ihr siged präpariert,

nid dass no öbbis schlimms passiert!

 

Jetzt luegi emol in mim Buech, mim guldige,

wär mir miteme Värsli hüt dörf huldige.

 

D Zyt vergoht, s’isch mängmol gspässig.

Hütte macht di öbbis hässig.

Muesch mol luege, nägscht Quartal

Findsch das vilicht scho normal.

 

So wandle sich d Zyte und wandle sich d Lüt

Vil sin gester nüm die gliche wie hüt.

Au bi mir bestoht die Gfohr,

I ha gluegt, s’isch lang här, bald nüm wohr,

Dass ich ein im Zweizwölf miteme Seggli ha griehmt,

derbi hätters scho viel friehner wider verdient.

 

Är het der Liedertafele-IT der Wäg ins neuiJoordausig gwiise,

und mitem ClubDesk si technologischs Näslibewiise.

Är het das Progrämmli ufe Verein anegstutzt

Und de Mitgliider bibrocht, wiemes benutzt.

Au wenni ghört ha, wenns ums ClubDesk goht,

gsech der eint oder ander immer no rot.

 

Bis im Zweiezwanzig het er eure Vorstandziert.

Jetzt het er allgemein e bitz reduziert.

Schins sigi är jetzt im «Vorruehestand»

Und doch macht er offebar allerhand.

Zum Bispil Ferie’n’im Tessin.

Do sin halt denn amigs e paar Probe dahin.

 

Mir gönne dir das, liebe’n’Urs Brunner.

I hoff kasch e Värsli und machsch mer keiKummer.

In somene Chor, es isch eso

Isches hüffig e Ko und e Go.

Me freut sich über e neui Stimm

Zwei Monet spöter mag er nüm.

 

S’isch klar, die viele Hobbylose

Sueche’n’öbbis zum sich d Langwiil verblose.

Aber koschte darfs denn nüt,

Vor allem nid vo der wärtvolle Zyt.

 

Doch s Gegeteil dervo gits au.

Die kömme und die bliibe’n’au.

Und wenn der Globus au witer rotiert,

Sin d Probe’n’im Kaländer digg markiert.

 

In der tafelrundi gits ein, isch mol nid derbi,

Denn weiss me, hüt muesses dängg wirgliggsi.

Är fählt nid öbbe’n’us Äxtravaganz,

er wird unterwäggs si mit der Ambulanz.

 

Zum Sanitäter het er sich usbilde lo

Und isch in däre Zyt meischtens ind Probe ko.

 

Und wenn d tafelrundi konzertiert,

Het er scho zwei mol der Apéro organisiert.

 

Für die usserordentlig Zueverlässigkeit

Gits für e Joel e Seggli, wenner e Värslivortreit.

 

Als Santiglaus elei im dunggle Schwarzwald uss,

Das wär bi Goscht allwä wohrlig kei Gnuss.

S’isch schön wemme’n’öbber um sich het

Mir macht zum Bispil immer am Morge der Schmutzli s Bett.

 

Au ihr händ unter euch eso treui Seele

Wo euch begleite bim Krakeele.

Eini vo däne dörft hüt awäsend si

Und het hoffentlig au e Värsli derbi.

 

Für d Liedertafele isch si so öbbis wie die rasendi Reporterin

Bi Konzärt und Aläss immer mittedrin.

Wenn d Liedertäfeler neume summe, teils brumme

Flitzt si sicher im Hintergrund neume mitemFotzgi umme.

 

Wo ihre Maa vor über zwanzig Joor in d Liedertafele isch ko,

Het si sich dänggt «nänäi, so eifach kunnschmer nid dervo».

Si het sich gseit: «Mit falschem Schnauz gosinge liggt denn scho nid dinn.

Also guet, denn wird i wenigstens Passivmitgliidin

 

Hüt isch si als Mitgliid me als nur aktiv

In der Frauegruppe und überall hinterem Stativ.

 

Hüt gits Siesses, nüt ufs Fudi,

Kumm doch füre liebi Trudi.

Als Santiglaus bi’n’ich jo d Grosszügigkeit in Person.

Und au d Liedertafele het e grosszügigiTradition.

Au wenner neuerdings e bitz knausrig diend

Und de Lüt numme no all zwei Joor s Gäld usder Täsche ziehnd.

 

Wobi: Usdrugg stimmt nodürlig nid.

S isch klar, dasses für s Gäld au öbbis git.

E glunges Konzärt mit alle Chör

Alt und Jung, frère et soeur.

 

I hami au ind Pauluskirche gschliche, hinter d Orgelpfyffe

I ha jo nid gwüsst, dass d Marina no wott in d Taschte gryffe.

En Ohreschade hani glich nid beko,

im Gegeteil, i muess sage, Chapeau!

 

Die Benefizkonzärt sin euch hervorragend glunge

Die meischte hän au wirgligg schön gsunge.

Schins heig hinde denn finanziell au öbbisusegluegt

Vor dere Leischtig zieh’n’i der Huet.

 

Es het mi denn nodürlig bewegt,

Wär denn das Kindli gschaugglet het.

Der langjöhrig Organisator het welle demissioniere,

är welli sich jetzt ganz ufs Wanderheftlikonzentriere.

 

Zum Glück händer ein gfunde unter de Junge,

Woner «Jo» gseit het, het er glaub e bitzgspunne.

Aber me muessem e Kränzli winde:

S wär schwer gsi none bessere z finde!

 

Gäll, füre nägscht mol lege mer denn no mewärt

Uf Disziplin und Abläuf rund um d Konzärt.

 

Für dini Leischtig Grazias Mucho

Kumm doch do füre Renato Farruggio.

Jetzt ghört emol der Name vomene Veteran ufeDisch,

Wo füre Verein quasi Füür und Flamme’n’isch.

 

I ha ghört, bim Wandere siger emol ins Strauchle ko.

Schön gohts em guet und ischer hüt do.

 

All Joor im Dezämber, grad so öbbe nachemGlausedaag,

mache sich d Veterane für ihri Waldwiehnachtbarat.

Dasch immer e sehr e glungeni Sach, hani mersage lo,

bi Gliehwyy und z Knabbere und eso.

 

D’Witterig isch um die Jooreszyt zwor efangnüm e so ruch.

Drotzdäm bruchts Liechtli am Baum und Wyyim Buuch.

Für die Verantwortig muesch zerscht emol ein finde.

Wotsch jo nid tschuld sy, wenn si nüm hei kömme vo dört hinde!

 

Au im Summer git’s e grosses Fescht mit Füür,

bits e günstigers, wie die Adväntsfiir ähnligdüür.

Dört muesch d Würscht halt sälber bringe,

zum si ufem Roscht über de Flamme schwinge.

 

Für das Füür muess e Profi ane

Für Plätzli, Stockbrot, Schoggibanane.

Zum Glück nder eine, wo das ka bringe,

wenner bi euch scho nid duet singe.

 

Fredy, singe duesch zwar nid,

aber e Värsli wär mi Bitt.

E sone Grillfescht-Wurscht schmeggt fad

Ohni irgend e Salat.

Das bringt mi ufe Singvoll-Gwächs

Wo die isch, ka’n’ech sage, fägts.

 

Bruchsch zum Bispil, sage mer, zäh Salät

I wüsst jetzt nid woni die härnä tät.

Si aber macht das derart guet,

Zauberet die Salät wie der Haas usem Huet.

Sälber macht si die dängg nid,

aber frogt so charmant, dass me gärn ein git.

 

Jede Club brucht halt am Änd

Irgend e verbindends Elemänt.

Öbber, wo do isch, wenns en brucht,

Gärn emol apaggt, au wenns schlucht.

Au wos drum gange’n’isch z hälfe hüt Zobe,

het si sich gmolde. Das wämmer lobe.

 

Und ihri Förderig vom Singe sott me’n’auerwähne,

Mittels Karaoke-Öbe in der Rhygass ähne.

 

Si isch singvoll syt der erschte Stund.

Vieles lauft dangg ihre rund.

 

Die hoche’n’Asprüch, nüt als fair,

Mieches ihre amigs e bitzeli schwer.

Do dörftsch ufs Talänt vom Dirigänt vertraue,

und uf die gmeinsami Kraft vo de Sängerinne baue.

 

Kumm doch füre, Julia,

Für e Seggli bisch du jetzt dra.

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Die Reis uf Brixe vo der tafelrunde

Hän d’Sänger allisamt super gfunde.

Besammlig isch gsi Donnschtig Morge frieh

Zum vom Gundeli uf Italie zieh.

 

Deftigs Ässe, Landschaft gniesse,

Unter Männerchör neui Fründschafteschliesse.

Das sigi, vo de Bette bis zum Wyy,

Alles tiptop ufgleist gsi.

 

Zum Reiseleiter hän si wohlweislig gwählt

Ihre Buur vom allschwiler Bluemefäld.

händer in de letschte Joore

Zum Reiseleiter vom Dienscht erkore.

 

Är ka nid nur Usflüg plane,

Au für anders hebt er ane.

Bi de Konzärt het är au Acht,

dass d’Lokalität e Falle macht.

 

Und wenn alli einer Meinig sin

Het är in der Wunde der Finger drin.

Är nimmt nid alles äfach hi

Und git sich doch immer konstruktiv i.

 

So isch är scho sit Abeginn

Für d tafelrundi e grosse Gwinn.

Und was der einzeln vonem gwünnt

Isch zwifellos e treue Fründ.

 

Und well der Lucas gärn luschtigi Rede schwingt,

wäri froh wenner jetzt e Värsli bringt.

 

Und für si Ifall mit däm Büssli

Gisch em Andy au e Nüssli.

Basel isch e Stadt am Rhy,

Wennd umme luegsch mergsch, s muess so sy.

S het Brugge, Gälge, Fähri, Schiff,

Rhybadhüsli, Lüt mit Pfiff.

 

Und es hett e Hafe do,

Vo dört isch eine zu’n’ech ko.

Im Hafe unde dönts als grob,

No weisch: Der Seemannschor het Prob.

 

Dasch klar, als alte Störtebecker,

goht är im Reveille keim ufe Wegger.

Singe kanner schonemol,

dass er do isch, das isch toll!

 

Me merkts em a, är fühlt sich wohl bi euch und s lauft.

Für d Cäcilia heig är sich äxtra e schwarze Kittel kauft.

Der Wäggsel zer Liedertafele sigi glunge,

do heig är sich sit langem der bescht Entscheid abgrunge.

 

Miend luege, wäg siner Vorliebi für Seemannslieder,

wächslet no zue de tafelrundi-Brieder.

 

 

André, kumm füre, alte Pirat.

I hoff de hesch e Värsli parat.

 

 

Mit minere Lischte bini dure,

I hoff der sind noni uf der Schnuure.

 

I ha mer dänggt, möglicherwiis

Hofft au none Kind uf e sone Priis.

 

Wenn der wänd, dörfed au dir mir e Värsli sage,

und derfür e sone Sagg heidrage.

 

*

 

Wär jetzt none Värs wott bringe spontan,

het do vorne freii Bahn.

 

*

 

So, i dangg fürs Interässe

Und sinder so lang brav ruehig gsässe.

Ich gang jetzt, no könneder wider verfiege.

Bim Lavere und Singe viel Vergniege.

 

Und dängged doch bitte vorem Suff,

Ihr miend denn no do die Stäge deruff!

Oder dass mer ein so obergscheit,

drümmlig über d Pfalz ab gheit!

 

Hals- und Beibruch isch’s, was ich euch mit däm do sag

Au im nägscht Joor alli Daag.

Mer sehn is denne wider do.

Wenn nid, wäri um friehzitige Bscheid no froh.

 

Jetzt singed mer doch no «Im Schwarzwald stoht e Hüsli»

No hani hüt Znacht e bessers Pfüsli.