Cäcilienfeier 2025: Wenn nach dem Konzert noch lange nicht Schluss ist
Direkt nach dem Konzert strömten die angemeldeten Mitglieder und Gäste ins Schützenhaus, wo uns ein herrlich dekorierter Saal und das erste Glas zum Anstossen erwarteten. Die Gespräche waren so angeregt, dass Singvoll gleich zwei Lieder brauchte, um überhaupt genug Ruhe in den Raum zu bringen, damit unser Conferencier des Abends, Jan Tex, die Feier eröffnen konnte. Nachdem alle ihre Plätze gefunden hatten, gedachten wir gemeinsam unserer verstorbenen Mitglieder, bevor die Tafelrunde mit einem Lied startete und sogleich der Salat serviert wurde.
Nun durfte Jan Tex bereits unsere Hauptrednerin ankündigen: Ines Kämpfer vom Centre for Child Rights and Business in Hongkong. Mit grosser Klarheit und viel Empathie erzählte sie von Kindern, die bereits in jungen Jahren unter entwürdigenden Bedingungen arbeiten müssen. Sie hat dabei die Geschichten von drei Kindern als Beispiele ausgewählt. Sie zeigte eindrücklich, wie ihre Organisation diesen Kindern Perspektiven eröffnet – und dass auch Schweizer Unternehmen Verantwortung tragen, damit junge Menschen nicht ausgebeutet werden, sondern im besten Fall eine Ausbildung erhalten und so langfristig bessere Lebensumstände erreichen. Ein berührender Moment inmitten eines ansonsten sehr festlichen Abends.
Nach diesem inhaltlichen Schwerpunkt sangen Singvoll und die Tafelrunde La sera sper il lag, bevor das Mikrofon in die Hände unserer Gäste wanderte. Kari Steiner vom Männerchor Zürich zeigte sich beeindruckt davon, wie sich die Liedertafel in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt hat und dass Zürich und Basel im Choralltag vielleicht gar nicht so weit auseinanderliegen, wie wir es doch grundsätzlich glauben. Kaspar Renggli, Präsident des Musikkonvents, erzählte anschliessend mit viel Humor aus den verschiedensten Momenten des Chorlebens und erntete dafür zahlreiche Lacher. Schliesslich richtete auch Tim Cuénod, Grossrat Basel-Stadt, ein Grusswort an uns. Auch wenn er selbst nie Chorsänger geworden ist, zum Leidwesen seiner Mutter, zeigte er amüsant auf, was es braucht, damit die Kulturlandschaft in unserer Region gedeiht.
Der Hauptgang überzeugte kulinarisch alle – nur die Menge an spontanen Gästen hatte die Küche des Schützenhauses etwas unterschätzt. So blieb manch einem der erhoffte Nachschlag verwehrt, was aber der Stimmung keinerlei Abbruch tat. Mit guter Gesellschaft und gutem Wein kommt man auch ohne zweites Stück Fleisch durch den Abend.
Dann folgte der Moment, auf den alle mit Spannung gewartet hatten: die Übergabe des Checks an die Co-Geschäftsführerinnen des Bindungshauses. Jan Tex verkündete mit sichtlicher Freude, dass über 3’500 Franken gesammelt wurden und dass wir den Betrag grosszügig auf 4’000 Franken aufstocken. Die Begeisterung der Begünstigten war entsprechend gross, und wir alle waren stolz auf unser Publikum und unsere Unterstützerinnen und Unterstützer.
Als das Dessert endlich serviert wurde, zeigten sich die ersten Ermüdungserscheinungen – doch natürlich wollten wir es uns nicht nehmen lassen, Renato Farruggio für die Organisation der beiden Benefizkonzerte und Sandra Schmid für die Organisation der Cäcilienfeier zu danken. Auch Jan Tex durfte einen Blumenstrauss entgegennehmen für seine charmante und wunderbar spritzige Moderation. Einige machten sich danach direkt auf den Heimweg. Andere hingegen nutzten die Gelegenheit, noch das Tanzbein zu schwingen. Und so kam es, dass erst weit nach vier Uhr morgens die letzten ihre Jacken holten und zufrieden nach Hause gingen.