Hörgenuss - Basler Liedertafel

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Presse
 


Ein wahrer Hörgenuss

(bz 21.11.2006)

LIEDERTAFEL JUBILÄUM UND CHORKONZERT

(von Paul Schorno)

 

Ein Benefizkonzert der gehobenen Güteklasse bot in der Martinskirche die Basler Liedertafel. Da bestach der Chor unter der erfolgreichen Stabführung des neuen Dirigenten Konstantin Keiser durch seinen gerundeten, homogenen Klang von wie selbstverständlich strömender Fülle. Eröffnet wurde das sehr gut besuchte Konzert mit einem Mozart-Block, Werke die für die Freimaurer geschrieben wurden, sowie dem Chor der Priester aus «Die Zauberflöte».

Die Solopartien bei den beiden Kantaten KV 429 und 619 bestritt der Basler Tenor Felix Rienth, am Klavier einfühlsam begleitet von Lukas Langlotz. Hervorragend Rienths Diktion, von strahlendem Glanz seine voluminöse Stimme, Spannung erzeugend die gestalterische Ausdruckskraft.

Nachdem der Präsident der Liedertafel, Christoph Angst, das Publikum begrüsst hatte, bewies der Reveille-Chor, dass er sich gesanglich auch in Liedern anderer Kulturen entfalten kann. Von Aaron Copland (1900-1990) wurden vier «Old American Folksongs» vorgetragen, wirkungssichere, körperbetonte Gesänge.
Der Präsident der Gassenküche Basel, Samuel Schultze, stellte anschliessend besagte Institution vor, welcher der Erlös dieses Konzertes zukam. Er unterstrich ihre Notwen- digkeit, ihren Dienst für die Integration gesellschaftlich Randständiger und lobte die Helfer. Schultze dankte für die finanzielle Unterstützung.

Mit sieben Liedern von Franz Schubert wurde das Konzert abgerundet, ein feiner Hörgenuss, den der Chor und der Solist (wunderbare Piani) dem Publikum bereiteten.

An der 150. Cäcilienfeier der Basler Liedertafel im Hotel Hilton feierte der Chor zusammen mit etlichen Ehrengästen aus Politik, Kultur - auch aus dem Baselbiet und Deutschland - Jubiläum. Musikalische Leckerbissen servierte das junge «Nauru Quartett», und Felix Rienth gefiel mit unterhaltsamen Liedern. Ehrungen, ein Rückblick auf die Geschichte des Vereins und ein Gastreferat von Goran Radin (Credit-Suisse), Grussadressen und die Übergabe des Erlöses (10'000 Franken) sorgten neben dem Kulinarischen für einen unbeschwerten Abend.



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