Don Kosaken Serge Jaroff - Basler Liedertafel

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Stimmenglanz und grosse Gefühle


Derart wurde die „Grosse Konzert Gala 2016“ der Basler Liedertafel mit dem DON KOSAKEN CHOR SERGE JAROFF angekündigt. Wer dabei war kann diese Beurteilung sicherlich nur bestätigen. Was das zahlreiche Publikum von unserem weltberühmten Gastchor zu hören bekam, war tatsächlich phänomenal an Stimmengewalt und Stimmenspektrum der einzelnen Protagonisten. Handelt es sich doch um ein hochkarätiges Spitzenensemble durchwegs akademisch ausgebildeter Solisten.
 
Lassen wir das Erlebte aber der Reihe nach nochmals Revue passieren:
 
Das Samstagabend-Konzert in der gut gefüllten Peterskirche wurde pünktlich um 17Uhr durch die Liedertafel unter der Leitung ihres musikalischen Leiters Karl Gehweiler mit dem passenden „Frühlingsgruss“ von Robert Schumann eröffnet. In seinen anschliessenden Grussworten erklärte der Präsidenten Ruedi Kämpfer in seiner humorvollen Art, das Fehlen eines gewohnten Programm-Flyers damit, dass der genaue Inhalt des zu erwartenden Konzertes für uns alle eine Überraschung sein werde. Auch als Gruss der mehrsprachigen Schweiz an unsere Russischen Gäste sang die Liedertafel danach in gekonnt wohlklingenden Harmonie die beliebten Volkslieder „Terre Jurassienne“ von Paul Miche und „Quattro cavai che trottano“ von Hermann Lang.
 
Der zweite Teil des Konzertes war unseren russischen Gästen unter der künstlerischen Leitung von Wanja Hlibka reserviert. Aus dem kurzen Programmbeschrieb der Gäste entnehmen wir, dass  Klassische Werke und Volksweisen von  M. Loworsky,  N. Rimskij-Korsakow,  P. Tschaikowskij,  D. Bortnijanskij,  Bach/Gounod zur Aufführung gelangen werden.


                Basler Liedertafel und Don Kosaken Serge Jaroff

Der Auflistung entnehmen wir auch, dass unter anderem folgende Lieder gesungen werden:  Rette Gott dein Volk / Abendglocken / Roter Safran / Eintönig klingt das Glöckchen / Wolgaschlepper/ Stenka Rasin / Ich bete an die Macht der Liebe. Leider haben wir weder Informationen welche Komponisten welche Werke schufen, noch die Namen der aufführenden Solisten.
  
Der in traditionellen Gewändern auftretende Chor begann seinen Beitrag mit festlichen Gesängen der russisch-orthodoxen Liturgie. Als Erstes kam das „Credo“ von … zur Aufführung. Als Solist wirkte ein junger Tenor mit einer wunderschönen überzeugenden Stimme, welche die Konzertbesucher in seinen Bann zog. Einer silbernen Glocke gleich, gestaltete der Künstler die Melodien, die sich vom sphärisch klingenden, auf- und abschwellenden Summen des Chores ergreifend abhob und immer wieder in diesen zurückfand. Nach diesem ersten Highlight erklangen zum ersten Mal die gewaltigen Stimmen aller 16 Chormitglieder gemeinsam orkanartig durch die, für solche Klangfülle fast zu kleine Kirche.

Nach der kurzfristig angesagten Pause, welche insbesondere für die enormen Belastungen der einzelnen Solisten sicherlich notwendig war, traten die DON KOSAKEN mit ihren weltlichen Liedern vor das begeisterte Publikum. Verschiedene Melodien dieser meist volkstümlichen Klänge kamen den Zuhörern doch irgendwie bekannt vor. Aber in dieser kunstvollen Art von Solisten und Chor vorgetragen waren doch allesamt einzelne Kunstwerke, denen man als Musikfreund noch lange zuhören könnte. So jedenfalls verriet mir eine Besucherin im Anschluss an das Konzert ihre Gefühle am Erlebten.

                   Standing ovation für die Don Kosaken

    
Nach den zum Teil frenetisch verlangten Zugaben traten die DON KOSAKEN und die Liedertafel zusammen auf die Bühne, um  dem Publikum das Wagnis zweier gemeinsam zu singenden deutscher Lieder darzubringen. Unter der Leitung von Karl Gehweiler erklangen „Alle Tage ist kein Sonntag“ von Carl Clewing und abschliessend das „Wiegenlied - Guten Abend, gut‘ Nacht“ von Johannes Brahms. Ein sinnvoller, passender Abschluss eines im wahrsten Sinne des Wortes klangvollen Abendkonzertes von beinahe zwei Stunden.
         
                                                                                                             Toni Meury

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