Belcanto Opernkonzert 2013 - Basler Liedertafel

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Es war mutig und nicht unbescheiden als Konzert der Extra-Klasse angekündigt worden. Ich denke die Zuhörer sind mit mir einig: das Versprechen wurde eingehalten. Und, wer nicht dabei war, hat etwas verpasst!

Noch nie habe ich nach einem unserer Konzerte – und es sind doch schon einige - so viele Komplimente entgegennehmen dürfen und solche Superlative gehört wie diesmal. Noch nie sind meine Bekannten so ins Schwärmen geraten über einen unserer Auftritte. Und das nicht nur wegen der zum Teil gross auftrumpfenden Solisten. Auch der Chor, respektive natürlich die Chöre denn auch die zwei Frauen-Chöre liefen zu Hochform auf. Das Gleiche gilt auch für die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz welche durch Klangfülle und Präzision überzeugte.

Die Martinskirche war sehr gut besetzt. Die guten Plätze waren früh ausverkauft und eigentlich waren nur noch die in dieser ansonsten wunderbaren Konzertkirche vielen Plätze mir schlechter oder gar keiner Sicht auf die Bühne frei. Trotzdem, für Journalisten und Konzertkritiker hätten wir aber wohl noch ein gutes Plätzchen gefunden. Aber leider locken offenbar selbst Stars wie Noëmi Nadelmann und bekannte Solisten wie Michele Govi und Martin Hostettler keine Pressevertreter mehr an Konzerte von Amateurchören. Deshalb lesen Sie an dieser Stelle nicht einen unabhängigen, neutralen und kritischen Konzertbericht, sondern die Eindrücke eines begeistert teilnehmenden Chorsängers. Er ist also mit der nötigen Vorsicht zu geniessen!


Dabei muss ich verständlicherweise vor Allem auf Aussagen im Freundeskreis zurückgreifen welche durchwegs von einem ein- maligen Konzerterlebnis schwärmen. Unterstützt von einem freudig und konzentriert aufspielenden Orchester, wohl zusätzlich heraus- gefordert durch die Frauen(stimmen) des „Ensemble Singvoll" und des Frauenchors Strengelbach , und beflügelt vom unbeschwerten und mitreissenden Auftritt der Solistinnen und Solisten, allen voran Noëmi Nadelmann und Michele Govi, zeigten sich die „Liedertäfeler" in Bestform, was natürlich im auf ihn zugeschnittenen „Choeur des Soldats" am besten zum Tragen kam. „Es ist wirklich selten, dass sich Profimusiker positiv über Amateur-Chöre äussern, aber diesmal waren die Musiker echt beeindruckt und des Lobes voll. Auch die Solisten waren von der Leistung des Chores freudig überrascht " durften wir später als Kompliment aus berufenem Munde unseres Dirigenten entgegennehmen. So etwas zu hören tut nach langer und harter Probenarbeit gut! Und es ist eine willkommene Bestätigung für die Verantwortlichen des Vereins, dass er auf dem eingeschlagene Weg zur Steigerung der Chorqualität auf gutem Weg und ein grosses Stück weiter ist.

Trotzdem; bleiben wir auf dem Boden der Realität. Was diesen Abend für so speziell machte, war diese wunderbare Musik, ausgewählt und zusammengestellt von unserem grossen Opernkenner- und Liebhaber Fiorenzo Molinari. Waren „Adina“, „Santuzza“, „Margarethe“ und „Violetta“ verkörpert von einer hin- und mitreissenden Noëmi Nadelmann; waren „Dulcamara“, „Barnaba“ und „Alfio“ wobei insbesondere der Quacksalber Dulcamara nicht nur stimmlich brillierte sondern leibhaftig auf der Bühne seine Zuhörer in Bann nahm. Bravo Michele Govi! Die Menge hätte dir deinen Wundertrank massenweise aus den Händen gerissen! Waren aber auch „Nemmorino“ und „Alfredo Germont“, die sich in Martin Hostettler zwar vornehm zurückhaltend und jeglichen Flirtversuchen abhold zeigten, stimmlich aber ebenfalls zu überzeugen vermochten. Dazu zähle ich auch die jungen Talente wie die Linda Loosli, nebenbei auch Chorleiterin des „Ensemble Singvoll“ und den jungen Tenor Israel Maizer die wir wohl beide nicht zum letzen Mal vor unserem Chor als Solist erleben werden. Sie alle haben der insgesamt soliden und präzisen Leistung des Chores und der ausgezeichneten Darbietung des Orchesters das absolute „Sahnehäubchen“ aufgesetzt. Dass wir dabei unseren Dirigenten Torsten Buldmann wieder top fit, der schwierigen Aufgabe absolut gewachsen und in seinem Element erleben durften macht die Freude an diesem unvergesslichen Erlebnis für uns Chorsänger noch grösser.





Zum Schluss möchte ich für einmal den vielzitierten Johann Wolfgang von Goethe bemühen: „Willst du dich am Ganzen erquicken, so musst du das Ganze im Kleinsten erblicken“. Von der Präsentation dieses herrlichen aber anspruchsvollen Programms über die Verpflichtung von Solisten und Orchesters durch Fiorenzo Molinari; von den ersten mühsamen Proben unter unserem „Nothelfer“ Simon Bürgin über Übungs-CD’s, Chorproben mit den Frauenchören bis zur Generalprobe; vom einfachen Werbeflyer über Plakatwerbung bis zur beeindruckenden Medienpräsenz; vom ersten „Bettelbrief“ bis zum gelungenen Sponsoren-Aperitif (u.s.w., u.s.f.) sind es die mit viel Herzblut und grossem Aufwand gepflegten „kleinsten Teile“ welche, durch das Führungsteam unter Präsident Beat Hediger und Dirigent Torsten Buldmann zum grossen Ganzen zusammen gefügt, schliesslich zu diesem gelungen Auftritt geführt haben.

Auch an dieser Stelle, sicher im Namen aller Sänger und Zuhörer, ein riesengrosses Kompliment und Dankeschön für die unzähligen investierten Stunden aller Beteiligten und ein noch viel grösseres für das tolle Erlebnis!

Und einen weiteren grossen Dank möchte ich nicht vergessen. Dieser herrliche Abend war nur möglich dank der grossen Unterstützung durch Sponsoren und öffentlich-rechtlichen Institutionen. Bei diesen bedanken wir uns auf diesem Weg ebenfalls nochmals ganz herzlich! Wir freuen uns und sind stolz und dankbar von Ihnen berücksichtigt zu werden.



Martin Rechberger, Sänger 1. Bass
Vizepräsident Öffentlichkeitsarbe

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