159. Cäcilienfeier 2015 - Basler Liedertafel

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Archiv

159. Cäcilienfeier

im Zunftsaal des Restaurants Safranzunft
14. November 2015


Was für die Benefizkonzerte gilt, gilt in noch grösserem Mass für die Cäcilienfeier: Es war die 159. und ist damit natürlich der traditionsreichste Anlass der Liedertafel überhaupt. Aber auch wenn Riten und Rituale stets die gleichen sind, empfinde ich diesen Anlass immer wieder anders und immer wieder beeindruckend und faszinierend. Das war diesmal so. Da war ganz zuerst der neue Ort, die Safranzunft mit ihrem stimmungsvollen Festsaal, der eine ganz andere Stimmung ausstrahlt als der etwas nüchterne Saal des Hotels Hilton. 



Dann, augenfällig und unübersehbar: Frauen an der Cäcilienfeier. Und gleich mehrere. Ist die Liedertafel über ihren Schatten gesprungen? Haben sich die Befürworter einer Öffnung dieses Anlasses für Frauen etwa doch durchgesetzt? 

   

Entsetzen in den Gesichtern habe ich deswegen keines gesehen, ganz im Gegenteil.

Und die Erklärung ist so einfach wie erfreulich. Der Grosse Rat von Basel-Stadt wird von Frau Elisabeth Ackermann präsidiert und der Regierungsrat von Baselland war mit Frau Monica Gschwind ebenfalls durch eine Frau vertreten. Dazu noch die Dirigentin des Reveille-Chors, Sarah Hänggi, und zwei Vertreterinnen von Inserenten und Sponsoren. Fünf unter fast neunzig, und trotzdem unübersehbar. Vorboten einer nicht allzu fernen Zukunft? Eine Bereicherung auf jeden Fall!

Eine Bereicherung auch die Anwesenheit einiger unserer Sponsoren und Inserenten im Vereinsheft. Eine nette und kluge Geste der Vereinsleitung, die von den anwesenden Firmen auch sehr geschätzt wurde. Schön, wenn auch dies eine Tradition wird und immer mehr unserer Einladung Folge leisten. 

   

Ein erster Höhepunkt der diesjährigen Feier – den Eröffnungsgesang möchte ich in die Kategorie „wie immer“ einreihen - war der Auftritt der jungen tafelrunde. Wie schon in den beiden Benefizkonzerten vermochten sie wiederum zu begeistern und zwar sowohl mit ihren erfrischend launischen Songs, wie auch in der anschliessenden vokalen Begleitung der Ehrung der im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Vereinsmitglieder durch den Präsidenten. Für mich persönlich eine der schönsten Traditionen an diesem Anlass und ein ganz besonderer, ergreifender Moment.

Wohl darum bin ich dann immer überrascht vom anschliessenden Run auf das Vorspeisen-Büffet. Warum nicht einfach am Tisch sitzen bleiben und dann tischweise zum Büffet gehen und gemeinsam auch die Vorspeise geniessen, statt lange Schlangen zu bilden. Na, vielleicht nächstes Jahr. 

Es ist dann jeweils keine leichte Aufgabe für den Gastreferenten, die Aufmerksamkeit wieder für sich zu gewinnen. Dies ging auch Prof. Dr. Leonhard Burckhardt, Bürgerrats-präsident Basel-Stadt, nicht anders. „Sie haben einen Altphilologen eingeladen – und das werden Sie auch bekommen“, waren seine Einführungsworte, und so war es auch. Sein hochstehender und überaus interessanter Vortrag zum Thema „Heilige Cäcilia“, der in die Urgeschichte der Entstehung des Christentums eingebettet war, verlangte grosse Aufmerksamkeit, die ihm allerdings und leider nicht vollumfänglich und ganzzeitlich zuteilwurde. 

Ein weiterer gesanglicher Leckerbissen der jungen tafelrunde leitete dann zu den sehr individuellen und originellen Grussadressen der bereits erwähnten Vertreterinnen der Regierungen beider Basel über. Ist es nicht schön, von einer Regierungsrätin zu hören, dass sie auch singe? Und dass sie sogar ihren Mann beim Singen kennen gelernt habe! Wie heisst es doch? Wo Mann (J)singt…….


    

Nicht zum Singen ausserhalb Dusche und Badewanne gekommen war gemäss seiner unterhaltsamen und nicht immer ernst zu nehmenden Grussadresse der Präsident des Musik-Konvents Basel. Nun, was nicht ist, kann ja noch werden, geschätzter Herr Dr. iur C. Bertossa. Besuchen Sie doch mal eine Probe bei uns! 



Im Rahmen der Cäcilienfeier werden auch immer die Ehrungen vorgenommen. Diesmal durfte der Präsident Herrn E. Bernasconi zum Ehrenmitglied ernennen für 50 Jahre Passivmitgliedschaft. 

Ein weiterer und mit Spannung erwarteter Fix- und Höhepunkt ist die Bekanntgabe des Erfolgs unserer Konzerte und die Übergabe des Schecks an den Begünstigten, dem eigentlichen Sinn und Zweck unserer Bemühungen. Mike Massaro, Chef Kulturelles und Gesellschaftliches der Basler Liedertafel und langjähriger Organisator der Cäcilienfeier, durfte dem Präsidenten der Stiftung für krebskranke Kinder den Rekordbetrag von Fr. 12‘000 (in Worten zwölftausend Franken!) überreichen; von Prof. Dr. med. M. Mihatsch entsprechend freudig entgegengenommen und herzlich verdankt. 




Mit dem obligaten Schlusslied endete der offizielle Teil noch vor Dessertbüffet, Kaffee und allfälligen Digestifs, wohl mit Hinblick auf die in dieser Beziehung sehr unterschiedlichen Gewohnheiten unserer Mitglieder und Gäste. Dass zu den „höckligsten“ auch in diesem Jahr wieder die Sänger der junge tafelrunde gehörten darf im Hinblick auf die Wahrung der Traditionen als sehr ermutigend zur Kenntnis genommen werden. 








Die junge tafelrunde,   
wie der Name sagt.
(Sorry lieber Philippe, wo warst du gerade?)




Martin Rechberger 




(Hier klicken)           
                                                     

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü